Doppeljubiläum!

von Norman Galo Montenegro

Am vergangenen Samstag  wurde im Segel-Club Münster vor festlicher Kulisse ein ganz besonderes doppeltes Jubiläum gefeiert. Denn in diesem Jahr blickt die Marimba- und Gitarrenschule in Managua, Nicaragua, auf ihr 20-jähriges und die Flavio Galo-Stiftung auf ihr 15-jähriges Bestehen zurück.

Zu den Feierlichkeiten lud Norman Galo Montenegro, Bruder von Flavio Galo und langjähriges Mitglied der Stiftung, auch hier in Deutschland Freunde, Sponsoren und unermüdliche Unterstützer zu einer gemütlichen Runde in die Veranstaltungsräumlichkeiten des Segel-Vereins am Aasee ein. Auch der Vereinsvorsitzende Andreas Rütter war dabei und sichtlich erfreut, so viele Gäste zu diesem besonderen Anlass bei sich begrüßen zu dürfen.

Als Festredner war Pastor a. D. Bruno Müller aus Berlin zu Gast, der 1984 selbst in Nicaragua gewesen ist und dort die Familie von Norman Galo Montenegro kennenlernte. Begeistert erinnerte er sich an diese Zeit zurück und teilte die Entstehungsgeschichte der Marimba- und Gitarrenschule sowie der Flavio Galo-Stiftung mit den Anwesenden. Die Schule und Stiftung wurden für den verstorbenen Flavio ins Leben gerufen, der 1994 bei einem Raubüberfall getötet worden war. Sein größter Traum war immer eine eigene Musikschule gewesen, die seine Schwester Norma Elizabeth Galo Montenegro zwei Jahre nach seinem Tod schließlich realisierte. Seitdem konnten schon hunderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Spielen der Gitarre und der Marimba ausgebildet werden.

Vor allem die Beherrschung der aus Afrika stammenden Marimba, einem dem Xylophon ähnlichen Instrument, ist für die Kultur Nicaraguas von großer Bedeutung. Aufgewachsen in einer Familie von Musikern und Aktivisten bereicherten die Geschwister Elizabeth und Flavio schon früh Messen in den christlichen Gemeinden von Managua mit diesem Instrument. Außerdem verbreiteten sie die Misa Campesina, eine bäuerliche Messe mit folkloristischen Gesängen.

Was vor zwanzig Jahren mit einer einzigen Marimba und einer Gitarre angefangen hat, ist mittlerweile zu einer richtigen Schule herangewachsen. Das ist vor allem auch den zahlreichen Unterstützern und Freunden aus Münster zu verdanken – z.B. der dm-Filiale in den Münster-Arkaden und der Familie des Autohauses Lütke Uphues –, denen Norman Galo Montenegro mit seinem Fest „zumindest etwas zurückgeben“ wollte.

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